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Hotel Stadthalle

Unter dem ambitionierten Motto, das weltweit erste „Null-Energie-Bilanz“ Hotel zu sein, eröffnete das Hotel Stadthalle, nach einjähriger Bauzeit, im November 2009. Michaela Reitterer, die Eigentümerin des Hotels, sieht damit ihr Anliegen, ökologisches Bewusstsein mit ihrem Unternehmerinnentum zu verbinden, erfüllt. Als „Einstiegsdroge“ wirkte bei ihr, die bereits vor einigen Jahren errichtete Warmwasser- Solaranlage am Dach ihres Hotels. Diese führte zur Erkenntnis, dass wir „alle Energie von der Sonne bekommen“ – und diese nur nutzen müssten. Mittlerweile wurde aus dem Bestandsgebäude ein Niedrigenergiehaus, am Grundstück des zugekauften Nachbargebäudes, ein Passivhaus errichtet, Erdwärme über einen Brunnen erschlossen und eine Solarstromanlage gebaut. Nur der, noch nicht durchgestandene Kampf um die Genehmigung eines Windrads auf dem Dach, trennt Frau Reitterer noch von der vollständigen Verwirklichung ihrer Vision.

Fronius

Als die Firma Fronius den ehemaligen Industriestandort nahe des Welser Bahnhofs Ende der 1980er Jahre ankaufte, war die weltweite dynamische Aufwärtsentwicklung der Firmensparten noch nicht vorgezeichnet. Das Areal des ehemaligen Landmaschinenherstellers Epple-Buxbaum, bestehend aus Gebäuden der Baujahre 1910 und 1946, wurde erst fremdvermietet, bevor der Beschluss fiel, die weltweite Vertriebszentrale in den historischen Gemäuern unterzubringen. Prokurist Volker Lenzeder, für die Entwicklung des Standorts zuständiger Geschäftsführer, suchte über einen Wettbewerb ein Architektenteam und nahm sich ausreichend Zeit, die Energieeffizienz des Bauprojektes zu entwickeln. Unter dem Stichwort „Energieautonomie˝ wird die Energie zum Heizen, Kühlen, Lüften und Beleuchten von der eigenen Solarstromanlage gewonnen. Voraussetzung dafür ist die Minimierung des Heiz,- und vor allem des Kühlbedarfs, durch Verwendung von Passivhauskomponenten in der Sanierung.

Edlauer

Die Aussicht auf ein zeitgemäßes Bürogebäude mit hoher Arbeitsplatzqualität für die Mitarbeiterinnen und Miterabeiter, war für den Immobilienunternehmer Paul Edlauer das Motiv, den alten Bürostandort im Zentrum St.Pöltens zu verlassen. In der Josefstraße fand sich 2006 das geeignete Objekt, Baujahr 1962, für dessen Sanierung auf Niedrigenergiehaus- Standard ein geladener Architektenwettbewerb ausgeschrieben wurde. Nach einer Bauzeit von einem Jahr, konnte das fertig sanierte Objekt Mitte 2009 bezogen werden. Fußbodenheizung/-kühlung tragen ebenso wie die Komfortlüftung zum angenehmen Raumklima bei, wobei die Wärme von der Fernwärme und die Kälte aus dem Grundwasser durch Direktkühlung bezogen werden. Energieeffiziente Leuchten, außenliegende Verschattungen und Nachtauskühlung durch Fensterlüftung ergänzen das Energiekonzept.

Bipa

Unter dem Motto „pink goes green˝ wurde die Filiale Kärntnerstraße zum energieeffizienten Flagshipstore innerhalb der 560 Filialen der Drogeriemarktkette. Jährlich sollen 50 weitere, nach diesem Vorbild, umgerüstet werden. Wesentliche Kennzeichen der Sanierung sind Abwärmerückgewinnung aus der Lüftung, ein passivhausgeprüftes Glasportal an der Straßenfassade und die Dämmung der Kellerdecke. Energieeffiziente Beleuchtung senkt den Kühlbedarf, der im Handel meist mehr zu Buche schlägt, als der Heizbedarf. Einzig, die direkte Nutzung von Solarenergie am Dach des Hauses, ließ sich nicht verwirklichen, da der Vermieter nicht zustimmte.