
Hier finden Sie die geförderten Projekte aus 2010. Eine detaillierte Übersicht der Projekte 2010 wird derzeit erstellt.
Projekt ATS- Datenverarbeitung, Gruberau/ Wienerwald
Die Firma ATS-Datenverarbeitung ist im Bereich Forschung-, Entwicklung und Produktion von Elektronik und Software für Gebäude- und Sicherheitstechnik tätig. Auf dem Firmengelände in Gruberau im Wienerwald (NÖ) befinden sich 3 Gebäude: das Hauptgebäude sowie zwei verbundene Entwicklungsgebäude. Das Hauptgebäude wurde bereits 1998 thermisch saniert. Konsequenterweise werden jetzt die beiden Entwicklungsgebäude mit einer gesamten Bruttogeschossfläche von 670m2 zeitgemäß saniert. Die Gebäudehülle wird thermisch verbessert und eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, sowie einem 30m langen Luft- Erdreich Wärmetauscher eingebaut. Die Effizienz der vorhandenen Wärmepumpe wird durch 2 zusätzliche Tiefenbohrungen, sowie aktive Regeneration des Erdreichs durch Kühlen der Zuluft im Sommer verbessert. Die Kunstlichtanlage wird einer mit Tageslicht- und bewegungsabhängigen Steuerung nachgerüstet und ineffiziente Leuchtmittel werden auf LED umgestellt. Im Bereich der Raumheizung und –kühlung kommt neu eine Einzelraumregelung mit Präsenzerfassung zum Einsatz. Zusätzlich wird eine 70m2- Photovoltaikanlage errichtet. Das Gebäude verfügt bereits über eine thermische Solaranlage, die zur Warmwasserbereitung für die Kantine und zur Heizungsunterstützung eingesetzt wird.
Projekt Betriebswohnungen der Gemeinde Lech
Die Gemeinde Lech saniert ihr Betriebswohngebäude „Haus Stubenbach“. Derzeit besteht für rund die Hälfte der Fläche von 863 m² Wohnnutzung, der Rest wird als Betriebswohnungen und Notschlafstellen für das Rote Kreuz, Heizwerksmitarbeiter und Postbusfahrer genutzt. Auch die örtliche Kinderspielgruppe ist in dem Gebäude untergebracht. Neben der thermischen Sanierung des Gebäudes wird eine zentrale Lüftungsanlage mit 85% Wärmerückgewinnung eingebaut. Die Wärmeversorgung wird von der bestehenden Ölkesselanlage (Heizleistung alt 200kW) auf die örtliche Biomasse-Fernwärme umgestellt (Anschlussleistung neu 40kW), die hausinterne Heizungsanlage wird durch Pumpentausch, Einbau von Strangregulierventilen und Installation einer Gebäudeleittechnik optimiert. Im Bereich der Beleuchtung wird auf LED-Technik umgestellt, womit die Anschlussleistung von 20kW auf 7kW reduziert wird und ein rechnerischer Einspareffekt der Stromkosten um 75% ermöglicht wird.
Projekt Bürogebäude Arbeiter-Samariter-Bund, Salzburg
Der gemeinnützige Verein „Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs – Landesgruppe Salzburg“ saniert sein Bürogebäude in Salzburg. Das 1978 errichtete, 4 geschossige, unterkellerte Gebäude, dient vorranging als Schulungs- und Bürogebäude und weist eine Bruttogeschossfläche von 2.226 m² auf. Zusätzlich zur Dämmung der Außenbauteile werden die Fenster auf 3-Scheiben Wärmeschutzverglasung verbessert. Die bisher verwendeten Hochdruck-Quecksilberdampflampen werden durch Energiesparleuchten ersetzt. Dadurch sinkt der Anschlusswert der elektrischen Beleuchtung von 9,6 auf 1,2kW. Der verbleibende Strombedarf wird über den Bezug von Ökostrom gedeckt.
Projekt Bürogebäude AVL List, Graz
Die AVL List GmbH in Graz ist als Ingenieurbüro für die Entwicklung von Antriebssystemen mit Verbrennungsmotoren und in der Mess - und Prüftechnik tätig. Das Bürogebäude aus dem Jahr 1985 besteht aus 7 Geschoßen (inkl. Kellergeschoß) mit einer Bruttogeschossfläche von rund 5.000 m² und wird neben Büro- auch für Laborzwecke genutzt. Im Rahmen der thermischen Sanierung der Gebäudehülle werden die bestehenden Metall- Kunststofffenster durch Holz- Alu Fenster und 3-Scheiben- Wärmeschutzverglasung umgestellt. Zur weiteren Senkung des Heizwärmebedarfs wird eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung auf Basis dezentraler Lüftungsgeräte mit Kreuzstromwärmetauscher eingebaut. Bei der Bürobeleuchtung werden die Deckenrasterleuchten durch Stehleuchten am Arbeitsplatz ersetzt. Der Strombezug wird auf Ökostrom umgestellt.
Projekt Bürogebäude Firma Eder-Prutsch, Graz
Die Eigentümergemeinschaft Ing. Franz Eder & Alois Prutsch baut eine Lagerhalle in Graz (Stmk.) zu einem Bürogebäude um. Im Zuge dessen wird das Gebäude erweitert und umfassend thermisch saniert. Es werden 1.200 m2 Erweiterungsfläche dazu gebaut, sodass das Gebäude neu eine Bruttogeschossfläche von 1.840m2 aufweist. Eine Be- und Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung von 65% sowie einem Luft- Erdreichwärmetauscher sorgt für komfortable Frischluftzufuhr. Die Wärmeversorgung wird umgestellt von Stromheizung auf eine solar betriebene Wärmepumpe. Besonders hervorzuheben ist die Größe der Solaranlage von 146 m2 Kollektorfläche und eine Verwendung innovativer Hybridtechnik, die Solarstrom- und –Wärmeproduktion in einem Kollektor vereint.
Projekt Bürogebäude Firma Köstenbauer, Hartberg
Die Firma Köstenbauer Wirtschaftstreuhand saniert das im Jahr 1977 errichtete Bürogebäude. Das Gebäude besteht aus 3 beheizten Geschossen (Unter-, Erd- und Obergeschoss) mit einer gesamten Bruttogeschossfläche von 937 m². An der Außenwand wird ein Vollwärmeschutz aus 20 cm Mineralschaumplatte, im Perimeterbereich 16 cm XPS und am Dach 30 cm Zellulosewärmedämmung angebracht. Die vorhandenen Fenster werden durch neue Holz-Wärmeschutzfenster (mit 3-Scheiben- Wärmeschutzverglasung ersetzt. Die bestehende Lüftungszentrale verfügt über keine Wärmerückgewinnung und wird durch ein Gerät mit hocheffizienten Zu- und Abluftventilatoren und einem Rotationswärmetauscher mit einem Wärmerückgewinnungsgrad von 80% ersetzt. Die Wärmeversorgung basierte auf einer Ölzentralheizung. Im Zuge der Sanierung des Gebäudes erfolgt ein Umstieg auf Fernwärme aus dem örtlichen Biomasseheizwerk. Zusätzlich werden die bestehenden Umwälzpumpen durch Hocheffizienzpumpen der Energieklasse A ersetzt. Die gesamte Heizungsanlage wird hydraulisch neu einreguliert und den neuen Anforderungen bezüglich der geringeren Massenströme angepasst. Im Untergeschoss werden energieeffiziente T5-Leuchten mit elektronischen Vorschaltgeräten anstelle der alten Leuchten mit konventionellen Vorschaltgeräten eingesetzt. Zusätzlich zu den oben genannten Maßnahmen wird eine 142 m² Photovoltaikanlage errichtet.
Projekt Divjak/ Seidl, Graz
Das Gebäude, das ursprünglich eine Spielzeugfabrik war, wurde 1955 errichtet. Nach der Sanierung wird es als Dienstleistungsgebäude mit Schwerpunkt „Energiearbeit“ genutzt. Frau Divjak (Energetikerin) wird hier Einzelberatungen, Körperarbeit und Seminare veranstalten. Herr Seidl wird Besprechungen und Vorträge zum Thema energieeffizientes und ökologisches Bauen durchführen. Neben der thermischen Sanierung mit Passivhauskomponenten wird eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und eine Sole- Wasser-Wärmepumpe eingebaut. Als Wärmequelle dient eine Tiefenbohrung, die auch zur sommerlichen Kühlung im direct-cooling Betrieb genutzt wird. Die Wärmeabgabe erfolgt raumseitig über Wandheizung, deren niedere Vorlauftemperatur die Effizienz der Wärmepumpe steigert. Der Strombedarf wird durch Einbau von LED- und Energiesparlampen gesenkt und der verbleibende Strombedarf von einer neu installierten 36m2 großen PV-Anlage gedeckt.
Projekt Gasthof Maier, Mautern
Der Gasthof der Familie Maier, dessen Kernbereich aus dem 17. Jahrhundert stammt, wird umfassend saniert. Im Bestand befindet sich bereits eine thermische Solaranlage mit 40 m² Kollektorfläche. Zusätzlich zur thermischen Sanierung werden vorhandene Lüftungsanlagen durch Lüftungsanlagen mit 70% Wärmerückgewinnung ersetzt, wodurch sich eine jährliche Stromersparnis von 1.000 kWh errechnet. Im Bestand wurden nicht drehzahlgeregelte Heizungspumpen mit einer Gesamtleistung von rund 0,5 kW betrieben. Als Verbesserung im Heizungssystem werden diese gegen hocheffiziente, drehzahlgeregelte Pumpen mit einer Leistung von etwa 0,15 kW getauscht. Die Heizungsanlage wird hydraulisch einreguliert. Der verbleibende Strombedarf wird über Ökostrom abgedeckt.
Projekt Gesundheitseinrichtung Bad Schallerbach
Die Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau saniert das Gebäude der Gesundheitseinrichtung Bad Schallerbach (OÖ). Im Zuge dieser Sanierung wird das Gebäude umfassend thermisch saniert, modernisiert und vergrößert. Zum Beherbergungsbetrieb zählt auch ein Küchen- und Speisesaalbereich. Die Bruttogeschossfläche des Gebäudes wird von 5.967 m² auf insgesamt 8.377 m² ausgeweitet. Die im Bestand angebauten 600 Laufmeter Südbalkone stellen eine wesentliche Wärmebrücke dar. Zur Sanierung werden diese Balkone abgerissen und durch eine vorgestellte Stahlkonstruktion thermisch entkoppelt. Zudem wird eine teilweise bewegliche, automatisch geregelte außenliegende Verschattung eingebaut. Zusätzlich zur thermischen Sanierung werden Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung eingebaut. Neu errichtet wird eine 128m2 große thermische Solaranlage, die zu 80% die Warmwasserbereitung unterstützt und zu 20% über die Absorptionskältemaschine zum Kühlen eingesetzt wird. Ebenso werden Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz der Heizungs- und Kunstlichtanlage gesetzt: Um den Strombedarf für die Beleuchtung zu verringern, werden statt der bisher eingesetzten T26 Leuchtstofflampen, T16 – Lampen eingesetzt, die Regelung wird tageslichtabhängig ausgeführt und zusätzlich dimmbare elektronische Vorschaltgeräte eingebaut. Durch diese Maßnahmen kann die spezifische Anschlußleistung der Beleuchtung von 9 auf 6,45 W/m² reduziert und die Betriebsstunden rechnerisch um rund 40% verringert werden.
Projekt Linde Gas, Stadl-Paura
Am Standort in Stadl-Paura (OÖ) saniert die Firma Linde Gas GmbH ihr Bürogebäude. Im Rahmen des umfassenden Projektes wird die Gebäudehülle thermisch saniert. Diese Sanierung erfolgt an den Außenwänden mittels einer hinterlüfteten Fassade und 20 cm Wärmedämmung. Am Flachdach werden 34 cm Dämmung angebracht. Die Fenster und Türen werden mit 3-Scheiben Wärmeschutzverglasung ausgerüstet. Um den Kühlbedarf niedrig zu halten, wird zudem ein elektrisch gesteuertes bewegliches Verschattungssystem angebracht. Vor der Sanierung wurde der Wärmebedarf für Warmwasser und Heizung des Bürogebäudes durch einen Ölkessel gedeckt. Im Zuge der Sanierung wird der bisherige 170 kW Ölkessel, durch eine 43 kW Wasser- Wasser- Wärmepumpe mit modulierendem Verdichter ersetzt. Vor Sanierung erfolgte die Beleuchtung des Bürogebäudes über Deckenrasterleuchten mit Leuchtstoffröhren T26 und konventionellen Vorschaltgeräten. Als Teil der Mustersanierung wird die Beleuchtung optimiert. Die neue Anlage wird mit sparsameren Leuchtstoffröhren (T16) und geregelten elektronischen Vorschaltgeräten ausgerüstet. Die Regelung reagiert auf die Anwesenheitserfassung und die Tageslichtqualität. Dadurch wird der Anschlusswert um 20% und die jährliche Betriebsdauer rund um die Hälfte reduziert.
Projekt Neubaubüro Pettenbach
Das Unternehmen Neubaubüro Planung & Bauleitung mit Sitz in Pettenbach bietet Bauberatung, Planung, Energieausweiserstellung, Energieberatung sowie Bauleitung und Baukoordination an. Das neue Bürogebäude ist ein ehemaliges Wohngebäude, das umfassend thermisch saniert wurde, wobei ein kleinerer Teil des Gebäudes weiterhin als getrennte Einheit zu Wohnzwecken dient. Die Sanierung erreicht Passivhausstandard. Die Restwärme zur Beheizung wird von einem Gaskessel erzeugt. Dabei wurde der Liefervertrag von Erdgas auf Biogas umgestellt und eine thermische Solaranlage ergänzend dazu errichtet. Mit diesen Anlagen wird nicht nur das sanierte Gebäude sondern auch ein Nachbargebäude mit Wärme versorgt. Zur Eigenstromerzeugung wird eine 27 m2 Photovoltaik-Anlage eingesetzt.
Projekt Apartmenthaus Caterina, Bad Gastein
Die Firma Thomas Grübler Mineralölvertrieb saniert in Bad Gastein die Frühstückpension Caterina. Das Gebäude wird dabei zu einem Apartmenthaus umgebaut und gleichzeitig thermisch saniert. Das Gebäude besteht aus 4 Geschoßen mit einer Bruttogeschossfläche von 765 m². Zusätzlich wird anstatt des bisherigen Erdgaskessels eine Luft-Wasser- Wärmepumpe neu eingebaut. Zur Sicherung des energieeffizienten Wärmepumpenbetriebs wird die Wärmeabgabe im Gebäude auf Fußbodenheizung umgestellt. Im gesamten Gebäude, wie auch im Außenbereich werden LED Leuchtmittel zur Beleuchtung eingesetzt. Zur Eigenstromerzeugung wird eine 35 m2 große Photovoltaik-Anlage errichtet.
Projekt Raiffeisenkassa Obdach- Weisskirchen
Die Raiffeisenbank Obdach-Weissenkirchen hat ihr Verwaltungsgebäude saniert. Im Rahmen der umfassenden Maßnahme wurde das Gebäude thermisch saniert. Die bestehenden Alu- Portalfenster wurden durch energieeffiziente Dreischeiben- Pfosten-Riegelkonstruktionen ersetzt. Zur Vermeidung der sommerlichen Überwärmung wurde eine außenliegende Verschattung an den Fassaden im Süden und Westen angebracht. In den Heizungskreisen wurden Strangregulierventile eingebaut und die Pumpen auf Energieeffizienzklasse A umgerüstet. Zusätzlich wurde eine 127 m² Photovoltaik Anlage mit einer Leistung von 18,5 kWpeak errichtet.